Rechtsanwalt Kai M. Widowski - Vita & Leistungen

Rechtsanwälte Delmenhorst Kai Widowski & Nickel GbR Strafrecht

Stehend Rechtsanwalt Torsten Nickel, sitzend Rechtsanwalt Kai Widowski

Herr Rechtsanwalt Widowski wurde 1961 in Delmenhorst geboren. Nach seiner schulischen Ausbildung hat er zunächst Wirtschaftswissenschaften studiert, um dann im Anschluss daran Rechtswissenschaften zu studieren. Dies an der Universität Osnabrück und an der Universität Bremen.

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Die im nachfolgenden näher bezeichneten Tätigkeit- bzw. Interessenschwerpunkte stellen nur einen kleinen Teil meiner beruflichen Tätigkeit dar. Das heißt aber nicht, dass ich Sie nicht auch in anderen Rechtsgebieten sach- und fachgerecht betreuen kann. Sollte ich, trotz unseres umfangreichen „Netzwerkes", dass wir mit anderen Geschäftspartnern, wie z. B. Kfz-Sachverständige, Bausachverständige, Versicherungskaufleute, Ärzte, Notare usw., aufgebaut haben, zu der Einschätzung gelangen, dass ich Sie in dem einen oder anderen Fall leider nicht vertreten kann, so können Sie versichert sein, dass ich Ihnen kompetente Kolleginnen und/oder Kollegen empfehlen kann, die/der sich auf das jeweilige Gebiet spezialisiert hat.

Ich denke, dass ein guter Anwalt nicht nur kreativ sein sollte, sondern auch seine Grenzen kennen muss. Im Übrigen gehe ich mit dem Gebot, dass ich mit den Mandantengeldern sparsam umgehen muss, gewissenhaft um.

Meine Tätigkeitsschwerpunkte

Strafrecht:

Unter dem Begriff „Strafrecht" wird der Allgemeine Teil unserer Rechtsordnung verstanden, der festlegt, wann ein Bürger eine Straftat begangen hat. Es werden also die einzelnen Merkmale festgelegt, die letztendlich das strafwürdige Verhalten ausmachen. Maßgebliches Gesetz ist das Strafgesetzbuch.

Es versteht sich dabei von selbst, dass die Rechtsfolgen einer Straftat unserem Rechtsstaatsprinzip und dem Grundsatz der Verhältnismäßigkeit entsprechen müssen.

Eine der grundlegenden Ideen ist, dass die „Strafe“ ein schuldhaftes Handeln zwingend voraussetzt. Wer ohne Schuld handelt, kann nicht bestraft werden!

Auf der gleichen Ebene wie das Schuldprinzip steht das Resozialisierungsprinzip. Ziel der Bestrafung ist nicht z.B. Rache, sondern das Ziel, den Täter die Wiedereingliederung in die Gesellschaft zu ermöglichen.

Und wer in einer Gesellschaft lebt, der wird früher oder später mit dem Gesetz in Konflikt kommen. Dies nicht, weil er eine Straftat begangen hat, sondern weil bereits ein hinreichender Tatverdacht im Sinne der Strafprozessordnung ausreicht, dass die Staatsanwaltschaft Ermittlungen aufnimmt. Das sollte aber nicht beunruhigen, denn wenn die dann aufgenommenen Ermittlungen zeigen, dass dem Betroffenen kein Tatvorwurf gemacht werden kann, dann werden die Ermittlungen immer zu Gunsten des Betroffenen eingestellt werden.

Ordnungswidrigkeitenrecht:

Die Ordnungswidrigkeit ist gegenüber der Straftat ein „anderes". Die Juristen sprechen hier von einem „aliud". Der Unwertgehalt der Ordnungswidrigkeitentat wird von dem Gesetzgeber anders gewertet als im Strafrecht und mit anderen Sanktionen belegt. Dies ist vornehmlich das Bußgeld. Ordnungswidrigkeiten gehören zum täglichen Leben. Ob wir falsch parken, ob wir nicht dafür Sorge tragen, dass unsere Kinder zur Schule gehen, obwohl sie schulpflichtig sind, ob wir verbotenerweise auf unserem Grundstück ungeschützt Asbestzementplatten lagern, ob wir ein Straßenfest feiern, welches wir nicht bei der Ordnungsbehörde angemeldet haben, ob wir einen Baum fällen, der, weil er schützenswert war, nicht hatte gefällt werden dürfen usw. In allen diesen Fällen wird anwaltliche Hilfe benötigt, um herauszufinden, ob Sie tatsächlich eine Ordnungswidrigkeit begangen haben. Aus den Beispielen können Sie ersehen, dass das Ordnungswidrigkeitenrecht zwar an das Strafrecht angelehnt ist, aber eben auch andere Bereiche wie z. B. das Verwaltungsrecht betrifft.

Bei geringfügigen Ordnungswidrigkeiten kann mit Einverständnis des Betroffenen die Angelegenheit kurzzeitig erledigt werden. So wird die Verwaltungsbehörde in derartigen Fällen immer ein Verwarngeld-Angebot aussprechen, was der Betroffene annehmen oder ablehnen kann.
Bei allen anderen Ordnungswidrigkeiten wird die Verwaltungsbehörde in der Regel ein Ermittlungsverfahren einleiten und, sofern sich der Vorwurf erhärtet, ggfs. einen Bußgeldbescheid erlassen. Hier stellt sich dann die Frage, ob gegen den Bußgeldbescheid vorgegangen werden soll oder nicht. Der Betroffene muss bereits an dieser Stelle wissen, dass gegen den Bußgeldbescheid der Einspruch möglich ist, die Frist allerdings hierfür nur zwei Wochen beträgt.

Daher ist es auch enorm wichtig, dass der Betroffene grundsätzlich so schnell wie möglich einen Beratungstermin bei dem Anwalt seines Vertrauens wahrnimmt, damit die Entscheidung nicht rechtskräftig wird und hiergegen nicht mehr vorgegangen werden kann. Dies zumindest im Grundsatz. Eine Auflistung der Ausnahmen würde den Rahmen einer Übersicht bei weitem sprengen. Ich darf insoweit den geneigten Leser hierfür um Verständnis bitten, stehe ihm aber jederzeit mit juristischem Rat und juristischer Tat zur Verfügung.

Verkehrsunfallrecht:

Jeder, der am Straßenverkehr teilnimmt, ob als Fußgänger, Radfahrer, Motorradfahrer, Kraftfahrer usw. wird bei der sich fortsetzenden Verkehrsdichte irgendwann einmal mit dem Bereich des Verkehrsunfallrechts in Kontakt kommen.

So ist denkbar, dass Sie im Rahmen eines Verkehrsunfalls verletzt werden. Nun stellt sich die Frage, wie kommen Sie zu Ihrem Recht. Neben dem Schmerzensgeld stehen dem Verletzten auch weitere Schadensposition zu. So z. B. Pflegekosten (nicht zu verwechseln mit den Pflegekosten nach dem Sozialgesetzbuch), Zuzahlung zu Medikation, Zuzahlung zur Krankengymnastik und last but not least der sog. Haushaltsführungsschaden.

Wurde Ihr Kfz bei einem Verkehrsunfall beschädigt, so kann der Geschädigte neben den Reparaturkosten auch weitere Schadensposition geltend machen. Im Einzelnen können dies die Gutachterkosten, die allgemeine Kostenpauschale, sofern kein Mietfahrzeug genommen wird, die Nutzungsausfallentschädigung für den Zeitraum der Reparatur usw. sein.

Erlitt Ihr Kfz bei einem Verkehrsunfall einen Totalschaden, so kommen die Kosten für den neuen Erwerb eines vergleichbaren Kfz in Betracht. Aber damit nicht genug. Als weitere Schadensposition ergeben sich, und diese sind nur unvollständig und exemplarisch hier auszuführen, Abschleppkosten, Standgebühren, Ab- und Anmeldekosten, Kosten für ein neues amtliches Kennzeichen (wenn das alte Kennzeichen nicht wieder verwendet werden kann bzw. darf) sowie der Wert des im Tank verbliebenen Restbenzins. Dieses Restbenzin ist gesonderte Schadensposition und ist nicht bereits mit der Erstattung des Wiederbeschaffungswerts (abzüglich Restwert) ausgeglichen. Auch hier last but not least die Rechtsanwaltskosten. Im Verkehrsunfallrecht gibt es die Besonderheit, dass die Anwaltskosten grundsätzlich vom Schädiger ersetzt werden müssen. Damit eröffnet sich Ihnen die Möglichkeit gleich von Anfang an einen Anwalt Ihres Vertrauens aufzusuchen und ihn mit der Geltendmachung Ihrer Schadenspositionen zu beauftragen.

Das Verkehrsrecht gehört traditionell zum Kernbereich meiner anwaltlichen Tätigkeit.

Arbeitsrecht:

Wer heute seinen Lebensunterhalt verdienen muss und das sind die meisten erwerbstätigen Personen (etwa 90 %), arbeitet als Arbeitnehmer im Dienste eines Dritten, des Arbeitgebers. Der Arbeitgeber wiederum kann eine natürliche Person sein, häufig aber ist er eine juristische Person des Privatrechts (AG, GmbH). Teilweise auch des öffentlichen Rechts (Bund, Land, Gemeinde, Universität oder dem Beliehenen wie z. B. dem TÜV). Teilweise auch bei einer Personenhandelsgesellschaft (OHG, KG).

Der Arbeitgeber hat ein Interesse daran dem Arbeitnehmer Weisungen zu erteilen. Dies liegt darin begründet, dass in einem normalen Wirtschaftsunternehmen ein Produkt oder eine Dienstleistung nur dann erbracht werden kann, wenn alle an der Arbeit Beteiligten sinnvoll zusammenarbeiten. Dies wiederum führt dann zu einer Gewinnmaximierung auf Seiten des Arbeitgebers.
Der Arbeitnehmer hat ein Interesse daran, dass seine Arbeit auch entsprechend vergütet wird. Er hat weiter ein Interesse daran, dass sein Arbeitsplatz ihm keinen Schaden zufügt.

Und hier liegt, um es einmal sprichwörtlich zu sagen „der Hund begraben“.

Nicht alle Arbeitgeber sind vorbildliche Arbeitgeber. Gleiches gilt aber auch für die Arbeitnehmer.

Daher kommt es zwischen beiden Gruppen immer wieder zu „Reibereien", die nicht häufig in einem Rechtsstreit enden, der dann vor dem Arbeitsgericht ausgetragen wird. Im Arbeitsrecht benötigt der Mandant grundsätzlich keinen Anwalt. Er kann also vor dem Arbeitsgericht auch ohne Anwalt erscheinen. Allerdings hat die Vergangenheit gezeigt, dass dies nicht immer vorteilhaft ist. Denn wenn ein Arbeitgeber mit einem Rechtsanwalt vor Gericht erscheint, dann kann die Waffenparität nur dann wieder hergestellt werden, wenn der Arbeitnehmer sich ebenfalls eines Rechtsanwalts bedient. Dies zur Vermeidung von Rechtsnachteilen.

Und hier würde ich Sie kompetent vertreten, damit Sie zu Ihrem Recht kommen.

Meine Interessenschwerpunkte

Verwaltungsrecht:

Das Verwaltungsrecht begegnet uns tagtäglich, nahezu an jeder Ecke in unserem Straßensystem befinden sich ein Verkehrszeichen. In der Zeitung lesen wir, dass die Schausteller, die auf einer Kirmes ihre Stände aufgebaut haben schon wieder ein höheres Standgeld bezahlen müssen. In der Fußgängerzone, auf dem Weg zur Arbeit, sitzt ein Musikant und macht Musik. Wenige Meter später sehen wir eine ärmlich gekleidete Person auf dem Boden neben einem Hund sitzen, der mit einem Pappschild darum bittet, dass man ihr und ihrem Hund eine Spende geben möge. Die letzten Beispiele stehen dafür, dass unsere Straßen und Wege bestimmten Nutzungen unterliegen. Ob das eine oder andere auf den Straßen und Wegen gestattet ist, hängt von den einschlägigen Gesetzen ab. Aber auch in der Freizeit hat uns das Verwaltungsrecht fest im Griff. Im Hallenbad werden wir von einem Bademeister, der nicht wirklich freundlich zu uns ist, darauf hingewiesen, dass wir eine Badekappe zu tragen haben. Wenn wir danach fragen, warum das der Fall ist, bekommen wir meistens keine richtige Antwort. Erkundigen wir uns aber bei der Stadt, die das Hallenbad betreibt, dann werden wir darauf hingewiesen, dass es eine Nutzerordnung gibt, die das Tragen von Badekappen vorgibt.

Verwaltung ist aber sehr viel mehr als das, was ich Ihnen in den Beispielen gezeigt habe. Oft erkennen die Bürger nicht einmal, ob die Verwaltungsbehörde das ihr Erlaubte ordnungsgemäß ausgeübt hat oder überzieht. Die Juristen sprechen hier von einem sog. Ermessen.
Es ist Aufgabe des Verwaltungsgerichts dafür Sorge zu tragen, dass wir alle unsere Grundrechte ausüben können.

Und auch hier, um es einmal sprichwörtlich zu sagen „liegt der Hase im Pfeffer“.

In unserer Gesellschaft gibt es mannigfaltige Interessen. Der Betreiber eines Atomkraftwerkes möchte gerne, dass sein Kraftwerk auch noch lange am Netz bleibt. Nach Tschernobyl und Fukushima sind es nicht wenige Bürger, die der Auffassung sind, dass derartige Kraftwerke abgeschaltet werden sollten. Aber ob man pro oder contra zur Atomkraft steht, das kann dahinstehen. Auch andere Großkraftwerke greifen in unser Leben ein. Auf der einen Seite haben wir Angst vor Stromknappheit aber auch vor Umweltbelastungen. So ist es in der Vergangenheit schon vorgekommen, dass Bürger umgesiedelt wurden, weil der Tagebau ihr Dorf erreicht hatte. Hier stellt sich die Frage, ob der Bürger dies hinnehmen muss. Um dies zu klären braucht er anwaltliche Hilfe.

Angesichts dieser Beispiele wird deutlich, dass das Verwaltungsrecht nicht unterschätzt werden darf. Nur am Rande: Das Verwaltungsrecht setzt dem Zivilrecht die Grenzen. Nach dem Verständnis des Verfassungsrechts ist der Bürger kein Objekt des Staates sondern Subjekt der öffentlichen Verwaltung geworden. Der Rechtsanwalt als Organ der Rechtspflege hat sich verpflichtet, einen Ausgleich zwischen den verschiedenen Interessen der Gemeinschaft und den Interessen des einzelnen Individuums vorzunehmen. Hierbei kann ich Ihnen behilflich sein.

Forderungsmanagement (Inkasso):

Wenn Sie Unternehmer sind, dann erbringen Sie Leistungen. Diese Leistungen möchten Sie auch vergütet wissen. Es kommt aber nicht selten vor, dass der Auftraggeber möglicherweise berechtigterweise, möglicherweise aber auch unberechtigterweise Ihre Rechnung nicht ausgleichen will. Es reicht also nicht, dass Sie hervorragende Arbeit leisten, sondern Sie müssen auch an Ihr Geld kommen. Hierbei kann ich Ihnen mit meinem Team behilflich sein. Wir sorgen also dafür, dass Ihre Rechnung ausgeglichen wird, indem wir Ihren Kunden „bewegen“ Ihre Rechnung auszugleichen. Dies notfalls auch gerichtlich mit einer anschließenden Zwangsvollstreckung.

Aber auch der Verbraucher kann von dem Forderungsmanagement Gebrauch machen. Wenn Sie also einem Dritten Geld oder sonstige Sachen geliehen haben, der Dritte Ihnen dieses Geld oder die sonstigen Sachen aber nicht wieder herausgeben will, dann bleibt Ihnen nur die Möglichkeit einen Anwalt einzuschalten, um zu Ihrem Recht und damit zu Ihrem geliehenen Geld oder Ihrem Eigentum zu kommen.
Ich höre immer wieder, den Satz „Ein Inkassobüro ist im Vergleich zu einem Anwalt immer günstiger“. Ob das grds. immer der Fall ist, möchte ich an dieser Stelle nicht kommentieren. Ich möchte Sie aber auf ein Problem hinweisen. Beim Amtsgericht Delmenhorst ist mehrfach entschieden worden, dass die Inkassokosten u. U. nicht erstattungsfähig sind, weil Sie ggfs. gegen die Schadensminderungspflicht verstoßen haben.

Und wenn dies so entschieden wird, dann sind Sie mit einem Geldbetrag in Vorleistung gegangen, den Sie nicht zurückerstattet bekommen, was einem Geldverlust gleichkommt.

Auch hier kann ich Sie davor bewahren.